Kürbiskernöl – Inhaltsstoffe, Wirkungen und Anwendungsgebiete


Kürbiskernöl

Kürbiskernöl: lecker, teuer, gut und gesund.

Kürbiskernöl ist nicht einfach nur ein Öl aus Kürbiskernen. Es gilt als Spezialität aus Österreich, weil das Öl aus den Kernen des steirischen Gartenkürbisses gewonnen wird, die vor dem Pressen geröstet werden. Richtig „echt“ ist also nur das Kürbiskernöl mit der Bezeichnung Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. Die Abkürzung g.g.A. bedeutet geschützte geografische Angabe. So ähnlich also wie beim Dresdner Stollen oder den Aachener Printen.

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Kalt und heiß gepresstes Kürbisöl

Wie das Kürbiskernöl gepresst wurde, ist gut an der Farbe des Öls zu erkennen. Ist es eher grünlich gepresst, wurde das Kürbiskernöl kalt gepresst. Heißgepresstes Kürbiskernöl ist rötlich und kann schon ziemlich dunkel aussehen. Der Geschmack ist nussig, wie der Geruch. Der starke Eigengeschmack widerspricht dem milden Geruch ein wenig.

Allerdings kann der intensive Geschmack in speziellen Suppen genau den Pepp ausmachen, den das Gericht braucht. Dass sich ausgerechnet der steirische Ölkürbis für die Ölgewinnung durchgesetzt hat, liegt an der evolutionären Veränderung der Kürbiskerne, die für eine effektive Ausbeutung sorgen. Linolsäue und Phytosterine sind die wertvollsten Inhaltsstoffe von Kürbiskernöl und Grund für den Vormarsch auf den Speiseplan der Menschen. Zahlreiche Studien aus Medizin und Pharmazie widmen sich der Zusammensetzung und Wirkung von Kürbiskernöl.

Der Qualitätscheck für Kürbiskernöl

Wie bei allen guten Sachen, gilt auch bei Kürbiskernöl, dass Qualität ihren Preis hat. Einfache Vergleichs können mit Geruchssinn und Augen durchgeführt werden. Die sind jedoch erst nach dem Kauf möglich. Dann ist durch die Geruchsprobe schnell erkennbar, welche Qualität da eingekauft wurde. Nachfolgend ein paar grundlegende Vergleichs zur Qualitätsüberprüfung von Kürbiskernöl:

  • Riecht das Kürbiskernöl leicht nach Nuss, ist es super. Begleitgerüche nach Fett oder gar ranzige Düfte dürfen nicht sein.
  • Auf einen Teller gegossen, darf das Kürbiskernöl nicht zu schnell zerfließen. Gutes Kürbiskernöl ist ziemlich dickflüssig. Einige Hersteller neigen dazu, das hochwertige Öl mit verdünnenden Substanzen zu versetzen, was durch diese Probe erkennbar wäre.
  • Die Geschmacksprobe darf auf gar keinen Fall einen bitteren Nachgeschmack ergeben. Auch das wäre ein Punktabzug in der Qualität.
  • Echtes steirisches Kürbiskernöl ist unbedingt mit einem Siegel gekennzeichnet und hat die Abkürzung g.g.A. verliehen bekommen.

Preislich liegen die günstigsten dieser Öle schon bei ca. 20 Euro je Liter. Das ist in der Tat nicht sehr preiswert, rechtfertigt aber in jedem Fall den Anspruch des Kunden, für das Geld auch was Gutes zu bekommen. Es empfiehlt sich aufgrund der kurzen Haltbarkeit in geöffneten Flaschen sowieso, lieber kleinere Mengen einzukaufen. Die Lagerung soll kühl und dunkel erfolgen. Idealerweise bietet sich der Kühlschrank als Aufenthaltsort für das hochwertige Öl an.

Vorkommen von Kürbiskernöl

Vorkommen von Kürbiskernöl

Kenner schwören auf den steirischen Ölkürbis der sich durch den schalenlosen Wuchs auszeichnet.

Kürbis hat in den letzten Jahren den Status der Salonfähigkeit erreicht. War es zwischenzeitlich ein Arme-Leute-Essen, so sind Kürbisgerichte in der Zwischenzeit zum Kult geworden und selbst Sterneköche widmen sich diesen Früchten.

Das Kürbiskernöl jedoch kann nicht aus jeder Kürbissorte gewonnen werden. Das, was Kenner als echtes Kürbiskernöl bezeichnen, wird aus dem Steirischen Ölkürbis gewonnen. Im Lateinischen trägt das Gewächs den klangvollen Namen Cucurbita pepo var. styriaca. Dieser Kürbis zeichnet sich durch seinen schalenlosen Wuchs aus und gilt als die Sorte, die das Pressen von Kürbiskernöl am effektivsten macht. Nur dieses Öl darf auch 100%iges Kürbiskernöl genannt und als solches vertrieben werden.

Der langsame Wuchs des steirischen Ölkürbisses hat dazu geführt, dass andere Kernsorten aus dem Ausland hinzugekauft wurden und die Öle gemischt werden. Das schlägt sich im Geschmack nieder und die Qualität leidet. Im Lebensmittelcodex Österreichs ist das Beimischen von anderen Ölen erlaubt, wenn dieses auch explizit auf der Verpackung deklariert wird. Meistens werden diese Öle als Salatöle angeboten.

Der Geschmack ist nicht so aromatisch und das Öl flüssiger. Für Salatöle durchaus akzeptabel, wer aber richtiges Kürbiskernöl kaufen möchte, sollte nicht von unseriösen Herstellern, die es leider durchaus gibt, mit einem Etikettenschwindel bestraft werden. Daher macht es Sinn, sich mit der Qualitätsprüfung näher auseinander zu setzen und ggf. auch den österreichischen Lebensmittelcodex anzuschauen.

Untersuchungen von Marktforschungsinstituten haben ergeben, dass Kürbiskerne vor allen aus Asien eingekauft werden, um Kürbiskernöl damit zu versetzen. Eine Analyse könnte dies zeigen. Doch nicht jeder kann das Öl darauf hin untersuchen, auf welcher Erde die Pflanze gewachsen ist und ob die Erdzusammensetzung eher chinesischem oder russischem Boden entspricht. Daher sind Farbe, Geruch, Fließeigenschaft und Geschmack die Kriterien für die Qualitätsbestimmung. Dunkle Farbe, nussiger Geruch, dickflüssig und ohne bitteren Nachgeschmack sind Parameter die für eine gute Qualität sprechen.

Durch die sich stetig entwickelnde gesundheitsbewusste Lebensart achten immer mehr Menschen auf hochwertige Zutaten. Dazu zählt Kürbiskernöl unbedingt. So hat sich das hochwertige Produkt auch seinen Platz in Supermärkten erobert.

Herstellung von Kürbiskernöl

Herstellung von Kürbiskernöl

In einem Liter Kürbiskernöl stecken etwa 2,5 kg getrocknete Kerne.

Geerntet werden die Kürbisse im Herbst. Der Anteil an Kürbiskernen ist in den steirischen Ölkürbissen nicht sehr hoch, was dazu führt, dass Kerne aus dem Ausland importiert werden. In der heutigen Zeit werden die Kürbisse außer in sehr kleinen Betrieben maschinell geerntet. Das Fruchtfleisch wird direkt auf dem Feld entfernt und die Kerne gewonnen.

Anschließend werden die Kürbiskerne sanft getrocknet, damit die Pressung nicht sofort stattfinden muss, sondern die Kerne auch lagerfähig werden. Für den Boden dient das zurückbleibende Fruchtfleisch gleich wieder als Dünger. Ernten Kleinbetriebe noch von Hand, wird das als Abfallprodukt entstehende Fruchtfleisch entweder ans Vieh verfüttert oder zu anderen Produkten wie Chutney, Marmelade o.ä. weiter verarbeitet.

Die Ölpressung

In einem Liter Kürbiskernöl stecken etwa 2,5 kg getrocknete Kerne. Das ist in etwa die Ausbeute aus 35 steirischen Ölkürbissen. Wird das Kürbiskernöl nach dem österreichischen Lebensmittelcodex hergestellt, so werden die Kerne des gewöhnlichen Feldkürbisses geschält und dann gepresst.

Dabei ergibt die kalte Pressung ein gelbes und die heiße Pressung ein dunkel gefärbtes Öl. Gegens Licht gehalten schimmert das heiß gepresste Öl rotbraun. Der steirische Ölkürbis liefert bereits schalenlose Kerne, so dass das Schälen entfällt. Dafür werden die Kerne von diesen Kürbissen vor dem Pressen immer geröstet.

Die schonende Pressung der Kürbiskerne trägt dazu bei, dass das echte steirische Kernöl seine typische Farbe bekommt und zum „grünen Gold“ wird. Dieses Öl ist immer ein Öl aus der ersten Pressung.

Kürbiskernöle die mit anderen Speiseölen gemischt werden, dürfen nur als Tafel- oder Salatöle angeboten werden. Wie hoch der Anteil an Kürbiskernöl tatsächlich ist, muss eindeutig erkenntlich gemacht werden. Frisch gepresst dürfen diese Ölverschnitte sich nicht nennen. Die Farbe dieser Öle kann der des echten Kürbiskernöls sehr ähneln.

Die Röstung ist ausschlaggend für den Geschmack des Kürbiskernöls

Die Ausprägung des Röstvorgangs ist ausschlaggebend für den Geschmack des Öles. Steirisches Kürbiskernöl wird vor dem Pressen mit einem Rührwerk langsam erwärmt. So sinkt der Wassergehalt und der typische Geschmack tritt in den Vordergrund. Wasser und Salz dürfen als Presshilfe hinzugegeben werden. Das ist vor allem dann nötig, wenn das Öl aus zuvor getrockneten Kernen gepresst wird.

Wasser, Kerne und Salz werden dann zu einem Brei. Eiweiß und Fett werden durch die Röstung getrennt. Das Wasser verdampft unter der Erwärmung und der Röstvorgang, der das Öl aufschließt, beginnt dann. Die gerösteten Kerne werden Presskuchen genannt. Das Salz ist für das Auspressen des Ölkuchens hilfreich. Mit einem Druck von etwa 300 bar wird das Öl dann gewonnen.

Reste des Presskuchens werden als Viehfutter verwertet. Nach ein paar Tagen Ruhe haben sich Schwebstoffe abgesetzt und das Öl kann abgefüllt werden. Bei sachgerechter Lagerung hält es in geschlossenen Flaschen etwa 12 Monate.

Inhaltsstoffe von Kürbiskernöl

Inhaltsstoffe von Kürbiskernöl

Kürbiskernöl enthält wichtige Vitamine, Spurenelemente, Mineralien und auch Fettsäuren.

Mit dem Kürbiskernöl meint die Natur es besonders gut. Es enthält viele gesunde und für den menschlichen Körper wichtige Vitamine, Spurenelemente und Mineralien. Dazu zählen Magnesium, Calcium, Kalium, Phosphor, Kupfer, Selen, Zink, Mangan, Vitamine A, B (1;2;6), C, D und E. Diese Inhaltsstoffe von Kürbiskernöl sind wichtig für Knochen, Haut, Zähne, Blut, Herz und Gefäße und die verschiedenen Stoffwechsel, die unser Wohlbefinden garantieren (Flüssigkeit, Atmung, Verdauung, Hormone).

Besonders gut ist die Kombination aus verschiedenen fettlöslichen Vitaminen und den ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Damit wird Kürbiskernöl zu einem der gesündesten Pflanzenöle für den Menschen, auch wenn das so nicht auf den Etiketten vermerkt werden darf, weil das den Bestimmungen der Health Claims widerspräche. Der Energiegehalt des Kernöls liegt bei etwa 900 kcal je 100ml. Im Einzelnen setzt sich das Öl in Bezug auf Fettsäuren so zusammen:

  • 50% mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Linol und Linolen)
  • 30% einfach ungesättigte Fettsäuren (Ölsäure)
  • 20% gesättigte Fettsäuren (Palmitin und Stearin)

Eiweiß ist im Kürbiskernöl nicht mehr in nennenswerten Mengen enthalten, weil es vor der Pressung vom Öl getrennt wurde. In den Kernen macht es etwa 30% aus. Sogar Vitamin K ist in den Kernen enthalten. Diesem Vitamin wird bei der Blutgerinnung eine große Bedeutung zugeschrieben, die sogar mit Studien belegt ist. Es macht also durchaus Sinn, seinen Salat mit Kürbiskernöl und Kürbiskernen zu verfeinern.

Pharmazie und Naturheilkunde wissen die Inhaltsstoffe von Kürbiskernöl sehr zu schätzen und bieten industriell gefertigte Nahrungsergänzungsprodukte an. Doch um sich die wertvollen Inhaltsstoffe zuzuführen ist ein leckerer Salat mit Kürbiskernen und Kernöl doch leckerer als irgendwelche Kapseln und Pillen.

Wirkungen des Kürbiskernöls

Wirkungen von Kürbiskernöl

Kürbiskernöl ist ein leckeres Lebensmittel, welches sich positiv auf unsere Gesundheit auswirkt und ganz nebenbei auch noch als wahres Anti-Aging-Wunder daher kommt.

Abgesehen von den positiven Wirkungen der einzelnen Inhaltsstoffe ist am Kürbiskernöl vor allem die Wirkung gegen freie Radikale ein guter Grund, in das grüne Gold der Steiermark zu investieren.

Freie Radikale sind an der Entstehung vieler Erkrankungen beteiligt, werden vor allem aber mit der Erkrankung Krebs in Zusammenhang gebracht. Die hochreaktiven Stoffe wirken aber auch auf Alterungsprozesse, Arteriosklerose und andere Herz-Kreislauferkrankungen begünstigend. Im Kürbiskernöl sind reichlich Antioxidantien enthalten, die die freien Radikale in ihrer Wirkung hemmen. Auch die Blutfettbildung wird ausgebremst.

Damit Kürbiskernöl auch entsprechend gesundheitlich positive Wirkungen erzielen kann, ist auf die Qualität von Kürbiskernöl zu achten. Wer auf gute Qualität setzen möchte, sollte Kürbiskernöl von Natrea.de kaufen, hier kann man sich ohne Einschränkung auf gute Qualität des Öls verlassen. Die Bewertungen von Nutzern unterstützen diesen Eindruck.

Studien über Kürbiskernöl aus vertrauenswürdigen Quellen

Während der Arbeit an seiner Doktorarbeit hat der Dipl.-Ing. Gilbert Fruhwirth verschiedene Studien zur Wirkung von Kürbiskernöl durchgeführt. Ein wesentliches Ergebnis war die Erkenntnis, dass Kürbiskernöl – verglichen mit anderen Speiseölen – die mit Abstand beste Schutzwirkung auf den menschlichen Körper hat. Das liegt auch an den wasserlöslichen Antioxidantien im Kürbiskernöl, die noch wirksamer als die bekannten fettlöslichen Schutzstoffe sind.

Laut einer Studie des Instituts für Biochemie der Technischen Universität Graz wirkt die Vielfalt an Inhaltsstoffen, wie Spurenelemente, Vitamine und Mineralien vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, lindernd auf Unterleibsbeschwerden, entschlackend und positiv auf das Immunsystem.

Die Kommission E widmete ebenfalls dem Kürbiskernöl und den Kernen vom Kürbis einige Untersuchungen und stellte ebenfalls verblüffend positive Wirkungen fest. In Bezug auf Prostataleiden gab die Kommission sogar Empfehlungen für den Tagesbedarf an Kürbiskernöl und Kürbiskernen (ca. 10 g Kürbiskerne pro Tag).

Die wissenschaftliche Kommission von Sachverständigen für pflanzliche Arzneimittel arbeitet für das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, früher unter dem Begriff Bundesgesundheitsamt bekannt. Bei der Zulassung von Arzneimitteln ist die Kommission E beratend tätig. Die Mitglieder sind Sachverständige aus der Medizin, der Naturheilkunde, der Pharmakologie und pharmazeutischen Biologie und der Toxikologie. Alle 3 Jahre werden die Mitglieder der Kommission E neu berufen.

Fazit zu den Wirkungsweisen von Kürbiskernöl

Toll, dass ein leckeres Lebensmittel sich so positiv auf unsere Gesundheit auswirkt und ganz nebenbei auch noch als wahres Anti-Aging-Wunder daher kommt. Es ist inzwischen erwiesen, dass eine gesunde Lebensweise das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle senkt. Kürbiskernöl und Kürbiskerne sollten daher auf jedem Speiseplan stehen und sei es in Form eines Kürbiskernbrötchens zum Frühstück oder als geröstete Kerne über dem Salat, der mit Kürbiskernöl angemacht ist.

Geschichte des Kürbiskernöls

Geschichte von Kürbiskernöl

Der Steirische Ölkürbis ist evolutionsbedingt durch seine mit dünner Haut umspannten Kerne perfekt zur Ölgewinnung geeignet.

Ursprünglich stammt der Speisekürbis aus dem mittelamerikanischen Raum. Mexiko kultiviert diese Pflanze bereits seit Jahrtausenden. Mit der Entdeckung von Amerika kamen verschiedene Lebensmittel als „Neuheit“ nach Europa, darunter auch der Kürbis. Im asiatischen und europäischen Leben spielt der Speisekürbis eine große Rolle und hat sich als beliebtes Gemüse durchgesetzt.

Evolutionsbedingte Veränderungen führten dazu, dass einige der Kürbisarten keine verholzten Kerne mehr hatten, sondern Kerne entwickelten, die nur durch dünne Häute umgeben waren und sich so zur Gewinnung von Kürbiskernöl eigneten. Speziell der Steirische Ölkürbis ist so ein „Mutant“.

Ab 1739 finden sich Aufzeichnungen über die Nutzung von Kürbis und seinen Kernen. Zeitgleich findet Kürbiskernöl seine erste Erwähnungen in Fachbüchern oder sonstiger Literatur. Der Wert des Kürbisöls war damals auf jeden Fall schon bekannt und geschätzt. So wird in einem Vergleichament aus dem Jahr 1742 ein Erbe von 14 Pfund Kürbes Öell vermacht.

Etwa vierzig Jahre später verfügte die bekannte und große Regentin aus dem Hause der Habsburger Maria-Theresia, dass Kürbiskernöl nicht mehr als normales Lebensmittel gehandelt werden sollte. Von da an gab es dieses Öl in Apotheken und bildete Grundlage von Salben und Pflastern.

Über Küche und Apotheke kam das Kürbiskernöl zum Militär. Es sollte dort als Wagenschmiere zum Einsatz kommen. Ganz abwegig war der Gedanke nicht, denn ein hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren ist heute noch Grundlage für viele Schmieröle.

Hergestellt wurde das Kürbiskernöl damals noch mit Hilfe von Pressbäumen und oft nur für die Selbstversorgung der Bauern. Erst mit der Industrialisierung wurden modernere hydraulische Ölpressen für die Gewinnung von Kürbiskernöl eingesetzt.

Allein in der Steiermark werden heute über 2000t des echten Kürbiskernöls mit g.g.A.-Auszeichnung im Jahr produziert. Die Preise und Qualitätsstufen variieren stark. Es soll von Ölen berichtet worden sein, die über 90 Euro kosten. Vermutlich wird der Beiname: Grünes Gold daraus abgeleitet.

Lagerung von Kürbiskernöl

Lagerung von Kürbiskernöl

Die Lagerung von Kürbiskernöl sollte in dunklen Orten wie Speisekammern oder kühlen Kellerräumen geschehen.

Kürbisöl ist sehr kostbar, daher ist es sozusagen eine ethische Pflicht, es vor dem Verderb zu schützen und es sachgemäß zu lagern. Das klappt mit ungeöffneten Flaschen sehr gut in dunklen Orten wie Speisekammern oder kühlen Kellerräumen.

Innerhalb von 9 bis 12 Monaten sollte das Kürbiskernöl unbedingt aufgebraucht werden. Auch wenn die Flasche nach wie vor ungeöffnet blieb, leidet die Qualität unter Umständen, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum signifikant überschritten wurde.

War das Kürbisöl bereits in Gebrauch, so bietet sich der Kühlschrank als bester Platz für die wiederverschlossene Flasche oder Karaffe. Dann hält es im Schnitt noch etwa 8 bis 12 Wochen. Im Handel gibt es vom Kürbiskernöl auch kleinere Mengen zu kaufen. Das garantiert, dass das Öl innerhalb der Haltbarkeitsfrist aufgebraucht werden kann und dass im Kühlschrank nicht zu viel Platz verbraucht wird.

Unter kühler Lagerung wird im Allgemeinen eine Temperatur von 18 ° C und weniger angesehen. Wichtig ist ein Lichtschutz für das Öl. Notfalls kann die Flasche in Alufolie oder dickem Papier eingewickelt werden, um das Öl vor Licht zu schützen. Einige Anbieter sind inzwischen dazu übergegangen Kürbiskernöle in Dosen abzufüllen. Damit ist der Schutz vor Sonne oder Tageslicht in jedem Fall gesichert, denn wenn die Ware im Supermarkt im Regal steht, ist es in der Regel dort auch nicht dunkel.

Fazit Kürbiskernöl

Kürbisöl ist lecker, teuer, gut und gesund. Nähere Informationen stellen wir auf den folgenden Seiten bereit. Dann gehen wir in die Tiefe, was die Wirkungen von Kürbiskernöl und Anwendungsmöglichkeiten angeht, schlüsseln das Kürbiskernöl in seine Bestandteile auf und gehen dem Geheimnis des Öls aus gebrannten Kürbiskernen auf den Grund.

Hinweis: